Ist das das Paradies oder doch nur Peru?

Hallo liebe Leser. Vielen Dank für euer Interesse an, und eure Kommentare zu meinem Blog! Ich grüße euch aus Pucallpa!

Montag, 21. Februar 2011

Zwischenseminar

Am Freitag, den 11.02.2011 fuhren oder flogen alle 46 DED weltwärts-Freiwillige nach Lima. Der Grund war ein fünftägiges Zwischenseminar. Zunächst kamen wir alle in einem Hostel in Limas Vorzeigestadtteil Miraflores unter. Hier waren zum ersten mal alle 46 Freiwillige an einem Ort, da wir ja in zwei verschiedenen Gruppen eingereist sind. Der erste Abend war somit ein nettes Kennenlernen und Zusammensein. Der Vortrag über den Sendero Luminoso (Lechtender Pfad - eine maoistische Terrororganisation, die bis in die 90er Jahre hinein in Peru für Angst und Schrecken sorgte) ging somit leider ein wenig unter. Anschließend gingen einige von uns noch in das Partyviertel Barranco. Dort traf ich zufällig Soso, meine Sitznachbarin aus dem Spanisch LK. Die weltwärts Welt erwies sich wieder als unheimlich klein. Am gleichen Tag traf ich zufällig im Zentrum Limas einen Freiwilligen, den ich auf meiner ersten Reise in Huánuco kennengelernt hatte.

Der Samstag begann mit dem Besuch einer Fotoausstellung des Sendero Luminoso im Nationalmuseum. Die Fotos waren teilweise erschütternd, teilweise beeindruckend, insgesamt jedoch alle sehenswert und zum Nachdenken erregend. Ich kann diese Ausstellung nur wärmstens empfehlen. Im Anschluss fuhren wir nach Pachacamác, einen Vorort Lima´s. Hier fand die nächsten Tage unser Seminar in einem wunderschönen Tagungszentrum statt. Neben netten Abenden, interessanten Workshops und gutem Wetter ist auf jeden Fall noch das ausgezeichnete Essen zu erwähnen. Es war ohne Zweifel das beste Essen, dass ich in Peru bis jetzt gegessen habe.

Insgesamt war das Zwischenseminar gut. Es war sehr nett, die anderen Freiwilligen zu treffen und besser kennenzulernen. Ich hatte mir allerdings erhofft, dass mehr auf die Probleme bei den Projekten eingegangen wird. So muss ich für mich persönlich sagen, dass ich die erhoffte Lösung auf dem Seminar nicht finden konnte. Ein Lichtblick war jedoch ein Gespräch mit Melanie und Mechthild am letzten Tag des Seminars. Mechthild will nun mit meinem Chef bei AIDER reden und Melanie und ich wollen zusammen auch nochmal versuchen, mit neuer Motivation doch noch eine Aufgabe zu finden.

Eine letzte Nacht konnten wir alle noch in Lima verbringen. Für mich war es aber eher eine Ausschlafnacht. Die letzten Tage hatten ihre Spuren hinterlassen. Mein Flug zurück nach Pucallpa ging am Donnerstag Abend. So hatte ich noch den ganzen Donnerstag in Lima. Ich ging mit zwei anderen Freiwilligen Surfen und hatte mit ihnen einen netten Tag. Auf jeden Fall freue ich mich, schon bald wieder nach Lima zu kommen, denn mir gefällt diese Stadt immer mehr. Je tiefer man in sie hineinblickt, desto mehr bietet sie.

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