Ist das das Paradies oder doch nur Peru?

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Donnerstag, 10. Februar 2011

In Amazonien fressen die Fische Früchte von den Bäumen

...und das tun sie nicht, indem sie Redbull trinken, ihnen Flügel wachsen und sie wie Vögel durch die Luft fliegen. Nein. Jedes Jahr in der Regenzeit steigt das Wasser in den Flüssen des Amazonasgebietes stark an. Wir reden nicht über einen, vielleicht zwei Meter, sondern um etwa 10 Meter. In den flachen Regionen führt das dazu, dass ganze Waldgebiete überschwemmt werden. Der Überflutungswald bildet so Jahr für Jahr einen einzigartigen Lebensraum. So kommt es, dass die Fische ohne Probleme die Früchte von den überfluteten Pflanzen fressen können.

Ich konnte in den letzten Tagen den überschwemmten Wald kennenlernen. Am Samstag fuhr ich zusammen mit meiner Mitbewohnerin Nora nach Callería. Die Hinfahrt war alleine schon ein Abenteuer. Das Hochwasser hat ausgetrocknete Urwaldkanäle schiffbar gemacht und so lernete ich einen neuen Weg nach Callería kennen. Es ging innerhalb von nur 4 Stunden mit einem Peke Peke durch teilweise nur 2 Meter breite Wasserstraßen mitten durch den Wald. Diese wunderschön klischeehafte Waldlandschaft kannte ich bis dahin nur aus Dokumentarfilmen. Ich war wirklich total verzaubert.


Angekommen in Callería wurden wir gleich von den unendlichen Mücken erwartet. Wo viel Wasser ist, können sich diese nervtötenden Insekten natürlich rasant vermehren. Ich war zwar von den vorherigen Reisen in die Comunidades schon einiges gewöhnt, doch dieses Mal war die Mückenplage kaum noch auszuhalten. Ich konnte nicht ohne gestochen zu werden in meiner Hängematte liegen und so blieb mein Buch die 4 Tage auch komplett ungelesen. Trotzdem verbachte ich eine schöne Zeit in Callería. Wenn auch ohne Arbeit paddelte ich mit Nora in den Wald hinein, fischte mit den Bewohnern Callerías und konnte dabei sogar mit Haken und Schnur meine ersten "eigenen" Fische aus dem Amazonas fangen und verbrachte viel Zeit mit der Familie von Richard (die Familie des AIDER Technikers).



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