Ist das das Paradies oder doch nur Peru?

Hallo liebe Leser. Vielen Dank für euer Interesse an, und eure Kommentare zu meinem Blog! Ich grüße euch aus Pucallpa!

Donnerstag, 26. Mai 2011

Bäume zählen in Roya und Dos de Mayo

Die außergewöhnlich starke Regenzeit hat in den letzten Monaten AIDER Ausfahrten in die indigenen Gemeinden stark eingeschränkt. Nun ist die Regenzeit so gut wie vorüber, die Wasserstände des Rio Ucayali und seiner Nebenflüsse haben sich wieder normalisiert und endlich kann wieder in den Gemeinden gearbeitet werden. Für mich hieß das, dass es endlich mal wieder auf Reisen ging.

Am Donnerstag, den 12.05. traf ich mich um 7 Uhr morgens mit drei Kollegen im AIDER Büro. Wir hatten jede Menge Gepäck und schafften es mit zwei Mototaxis in den Hafen. Nach einigen letzten Erledigungen sollte es dann mit dem Peke Peke von AIDER flußaufwärts nach Roya gehen. Sollte ist genau das richtige Wort, denn AIDER wäre nicht AIDER, wenn eine Ausfahrt zum geplanten Zeitpunkt los ginge. Diesmal war der Motor unseres Bootes auf einem schwimmenden Haus im Hafen eingeschlossen, dessen Besitzer nicht da war. Für uns hieß das, dass es heute definitiv nicht mehr losgehen würde. Die Reise wurde also auf Freitag verschoben. Ich schlug mir den Tag mit zwei von meinen Kollegen im Hafen rum, indem wir den ganzen Tag versuchten, den Besitzer des schwimmenden Hafen-Hauses zu finden. Den Donnerstasg Abend verbrachte ich dann mit meinen Mitbewohnern in unserer Stammdisko. Als ich am nächsten Morgen aufwachte musste ich mit Schrecken bei einem Blick auf mein Handy feststellen, dass es schon halb 1 war. Der Vorabend war doch länger als gedacht und ich hatte wohl meinen Handywecker überhört. In der Sorge, dass meine Kollegen vielleicht schon ohne mich losgefahren waren, rief ich sofort im Büro an, um feststellen zu müssen, dass die Reise noch einen Tag nach hinten verschoben wurde – Grund: Regen. So hatte ich noch einen entspannten Büro-Nachmittag, danach eine erholsame Nacht, um dann Samstag Morgen endlich loszufahren.

Wir fuhren den ganzen Tag flussaufwärts und kamen erst spät in Roya an. So eine Flussfahrt in einem kleinen Boot ohne schattenspendendes Dach ist wirklich nicht ohne. Die Sonne brannte den ganzen Tag vom Himmel und der Hintern tat schon schnell vom sitzen weh. Nichts desto trotz kamen wir alle unversehrt in Roya an. Roya ist eine relativ große Gemeinde. Sie ist seit Februar dieses Jahres FSC zertifieziert und der Job von meinen Kollegen und mir war es, im Fortsgebiet eine Baumzählung durchzuführen. Dafür wollten wir ein Team, bestehend aus uns und 12 Comuneros (Bewohner der Gemeinde) aufstellen. Um das zu erreichen brauchten wir jedoch bis Mittwoch. In den indigenen Gemeinden tickt die Uhr einfach etwas anders als ich es aus Deutschland gewohnt bin. Gründe gibt es sicherlich viele. Einige davon mögen unverständlich sein und können einen leicht nerven, andere jedoch sind nur zu verständlich. So glaube ich persölnlich, dass viele Gemeinden einfach nicht sehr viel Vertrauen in das, was ihnen verschiedene NGO´s versprochen haben, stecken. Es gab einfach schon zu viele Versprechungen, die nicht eingehalten wurden.

Haupt"straße" von Roya

Wir vertrieben uns diese fast ausschließlich arbeitsfreien Tage mit Lesen, Essen und ich mit Angeln. So konnte ich auch meinen ersten „richitgen“ Fisch mit der Angel, die mein Vater mir mitgebracht hatte, fangen. Der Pyranha wurde noch am selben Abend gebraten und schmeckte sehr lecker!

Blick auf die Berge von "El Sira"

Mein weißer Piranya

Am Mittwoch morgen ging es endlich los zur eigentlichen Arbeit. Wir hatten eine etwa 10 Köpfige Gruppe zusammengestellt und fuhren mit zwei Peke Pekes etwa 2,5 Stunden in das Forstgebiet von Roya. An einem idyllischen und extrem fischreichen Fluss schlugen wir unser Lager auf. Das war endlich das Regenwald Abenteuer, das ich mir ausgemalt hatte als ich mich vor über einem Jahr aufgrund folgenden Satzes auf dieses Projekt beworben hatte: „Der Freiwillige sollte körperliche Fitness und Robustheit mitbringen und mit einfachen Unterkunftsformen im Busch zurecht kommen“. Die einfache Unterbringungsform war in diesem Fall ein Zelt und der Busch war ein wirklich schöner und recht ursprünglicher Wald. Wir blieben zwei Nächte, arbeiteten tagsüber sehr hart und aßen gemeinsam zum Abendessen frischen Fisch und Reis mit Bananen. Ich hatte auch endlich mal eine richite Aufgabe bekommen. Ich war Navigator und mit GPS und Kompass dafür verantwortlich, dass alle 100 Meter ein gerader, 700 Meter langer Gang mit Machete in den Wald geschlagen wurde. Eine sehr interessante und anspruchsvolle Arbeit. Es ist wirklich nicht leicht bei so viel Grün, so vielen Lianen, die kreuz und quer umherwuchern und nie mit mehr als 20 Metern Sichtweite die Orientierung zu behalten. Der Kompass hilft dabei auch nicht wirklich, denn hat man einmal seine Linie verlassen, kann der Kompass einen auch nicht mehr zurückführen. Hilfreicher war schon das GPS Gerät, doch auch dieses wurde von so vielen Faktoren gestört, dass das Augenmaß maßgeblich blieb. Am Ende der Zwei Tage war ich mir bewusst, dass meine Arbeit durchschnittlich war. Das hat mich wirklich sehr beschäftigt, wollte ich doch die Möglichkeit, endlich einmal eine richtige Arbeit zu haben, nutzen und sie sehr gut machen. Doch ich sollte in der nächsten Gemeinde noch einmal eine Chance bekommen.

Unser Camp im Wald von Roya



Die Tage im Wald waren echt super. Zwar sehr anstrengend, heiß und mit unendlich vielen Mücken, die einen an keinem Ort ohne sich zu bewegen ausharren ließen, doch sehr lehrreich. Waldarbeit – das ist im Amazonasgebiet sich bei 35 Grad und annähernd 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, nur mit Machete und Gewehr (!!!) bewaffnet zu Fuß durch einen unglaublich dichten Wald zu kämpfen, ständig von irgend etwas gestochen zu werden und hinter jedem Baum eine neue Überraschung zu entdecken.


die grauen Süßwasserdelfine sind wesentlich häufiger, als die rosanen Exemplare zu entdecken

Zurück in Roya wurde uns gesagt, dass man einen meiner Kollegen mehrmals versucht hatte per Satelitentelefon zu erreichen. Es stellte sich heraus, dass er leider zurück nach Pucallpa musste um etwas im Büro zu erledigen. Wir waren also nur noch zu dritt. Eine letzte Nacht blieben wir noch in Roya. Dies war nicht irgendeine Nacht, sondern die Jahresfeier der Sekundar-Schule. Es wurde die ganze Nacht mit Hilfe eines Generators laut Musik gehört und bis in die Morgenstunden Mazato getrunken. Mazato ist ein typisches alkoholisches Getränk aus den Shipibo Gemeinden. Hierzu wird Yuca (Maniok) zerkaut und in Wasser gespuckt. Der Speichel lässt das Gemisch irgendwie Alkohol produzieren. Heraus kommt ein relativ saures und hochprozentiges Getränk. In Roya standen 300 Liter Mazato bereit und dem entsprechend wurde auch die Feier. Mir persönlich schmeckt Mazato aber nicht sonderlich gut und deshalb habe ich mich schon relativ früh in mein Zelt zurückgezogen.

Nach einer Woche in Roya ging es am Samsag Morgen 4 Stunden (für uns 6 Stunden, da wir den Weg nicht so gut kannten und uns einige Male im Gewirr der Ucayali Zuflüsse verirrt hatten) flussaufärts nach Dos de Mayo. Dos de Mayo ist im Vergleich zu Roya eine Mini Gemeinde. Nur 17 Häuser ziehen sich an einem zentralen Weg/Platz entlang. Ich hatte auch direkt das Gefühl, dass Dos de Mayo von den Gemeinden die ich bis jetzt besucht hatte, die wahrscheinlich am wenigsten entwickelte war. Die Häuser waren noch fast alle in traditioneller Form (ohne Wände) und es gab überhaupt keine Möglichkeit mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen.

Dos de Mayo

Die Gemeinde liegt unheimlich schön am Fuße der Berge des komunalen Reservats „El Sira“, wo sich noch echter jungfräulicher Regenwald befindet. Wir wurden sehr freundlich empfangen und bekamen direkt am ersten Abend eine Versammlung zustande. Ich war sehr guter Dinge, dass wir hier schneller als in Roya unsere Arbeit erledigen könnten. Am Sonntag gingen wir zunächst mit einem Comunero in das Forstgebiet und ermittelten den Bereich, den wir am Folgtag bearbeiten würden. Es sah alles sehr gut aus, doch am Montag morgen kam dann die Ernüchterung. Am Vorabend hatten viele Bewohner der Gemeinde getrunken und uns standen so nur 6 übernächtigte Männner zur Verfügung. Wir hatten eigentlich geplant, die Arbeit hier an einem Tag zu beenden, da das Forstgebiet mit nur etwa einer Stunde Fußmarsch im Vergleich zu Roya sehr dicht an der Gemeinde liegt, doch da hatten wir uns getäuscht. Wir schafften etwa zwei Drittel und plädierten an die Männer, dass wir am nächsten Morgen noch einmal für einen halben Tag in den Wald gehen würden. So weit so gut. Wir waren am nächsten Morgen um 7 Uhr startklar. Als bis 10 Uhr nur ein einziger Comunero aufgetaucht war (der, der uns schon am Sonntag in den Wald geführt hatte) beschlossen wir, die Arbeit also nur zu viert durchzuführen. Hinter der ersten Kurve nach der Gemeinde trafen wir dann auf alle anderen Männer der Comunidad und sahen sofort den Grund für ihr nicht-Erscheinen – es gab mal wieder Mazato. Wir waren schon ein bisschen genervt von der Situation – man hätte uns ja wenigstens bescheid sagen können. Letzten Endes erklärte sich noch ein weiterer Comunero bereit, mit uns zu gehen. Glücklicherweise schafften wir noch die gesamte Arbeit vorm Sonnenuntergang.

Dieses Erlebnis zeigt mir auf eine Neues, dass man unsere Vorstellungen von Arbeit oder nicht-Arbeit einfach nicht mit denen der Shipibos vergleichen kann. Aus diesem Grund kann ich mir eigentlich auch gar nicht das Recht hinaus nehmen, darüber zu werten, welche Einstellung jetzt besser oder schlechter ist, obwohl ich zugegebenermaßen in diesem Moment wirklich genervt war. Da man aber doch immer irgendwie zu Wertungen und der Ermittlung von Recht und Unrecht neigt, möchte ich eine kleine Geschichte erzählen: Vor einiger Zeit kam eine gewisser „Walter S.“ nach Dos de Mayo. Er hatte mit einer Gruppe von Comuneros eine Baumzählung im gleichen Gebiet, wie wir es gemacht hatten, durchgeführt. Er versprach der Gemeinde wie es viele Leute hier machen Geld. Fakt ist, dass bis heute ganze fünf Bäume gefällt wurden, die Gemeinde kein Geld erhalten hat und Walter wie vom Erdboden veschluckt ist...und: AIDER glänzte in Dos de Mayo übrigens durch mehrmonatige Abstinenz, was wohl auch an der Glaubwürdigkeit des Projekts zweifeln ließ. Nun kann sich jeder von ihnen und euch, liebe Leser, ein eigenes Urteil bilden.

In Dos de Mayo war die Arbeit auf jeden Fall auf rein technischer Ebene noch schwerer als in Roya. Das GPS Signal war unglaublich schlecht und das Gelände war auf Grund von vielen kleinen, aber sehr steilen Bergen, zwischen denen sich tief eingeschnittene Bäche hindurchzogen, sehr schwierig. Mein Weg war also nicht viel geradliniger als in Roya, doch mein Kollege sprach mir Mut zu. Es gab in der Vergangenheit wohl schon Kollegen, die es fertig gebracht hatten, dass sich zwei parallele Wege, die 100 Meter auseinanderliegen sollten, überkreuzt haben :-)

Das Fazit unserer Reise war: „Con los pocos recursos que tuvimos hemos hecho lo mejor posible – mit den wenigen Mitteln, die uns zur Verfügung standen, haben wir das best mögliche erreicht“. Nach langer und UV Strahlen intensiver Ruckreise kam ich gestern Nachmittag wieder in Pucallpa an. Für mich war es bisher die längste und ich glaube auch beste Reise mit AIDER. Ich habe für mich persönlich viel mitgenommen. Auf der einen Seite ist da die langersehnte Arbeit und Verantwortung, die mir nun endlich gegeben wurde. Auf der anderen Seite habe ich mich einmal mehr mit den Vorurteilen, die sich gegen die Shipibos richten, auseinandergesetzt.





Morgenstimmung



Holzwirtschaft am Ucayali

Dienstag, 3. Mai 2011

April

Schon über einen Monat ist es her, dass ich von mir hören ließ, der April ist schon vorbei und es ist viel passiert. Heute ist bereits schon Anfang Mai. Meine letzten drei Monate fangen langsam an und ich muss mir langsam aber sicher schon wieder Gedanken über meine Rückker nach und mein Leben in Deutschland machen. So sind schon erste Bewerbungen für einen Platz im Studentenwohnheim in Aachen abgeschlossen, parallel beginnt zumindest die Suche nach Kontakten, die mir die Wohnungssuche in Aachen erleichtern können, und am 9.5. werde ich mich auf einen Platz für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen / Maschinenbau an der RWTH bewerben.

Doch auch wenn wöchentlich mehr Gedanken nach Deutschland gehen, sind mindestens genauso viele bei meinem Leben hier in Pucallpa. Dieses entwickelt sich immer weiter, mein soziales Netzwerk baut sich immer weiter aus und ich fühle mich trotz der vielen Rückschläge, die ich bei AIDER einstecken musste, immer wohler. Ein Grund dafür mag sein, dass ich in den letzten Wochen sehr viel über meine gesamte Situation nachgedacht habe. Ich glaube, dass ich begonnen habe zu verstehen, was mir weltwärts wirklich bringt. Es geht nicht, wie ich vorher dachte, nur darum, auf seinem Einsatzplatz möglichst erfolgreich zu sein und etwas bewegen zu können, sondern viel mehr um eine kritische Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem vorherigen Leben in Deutschland und seinem persönlichen Verhalten in einer fremden Kultur. Es geht nicht unbedingt darum, dass man hier möglichst vielen Menschen hilft. Das wäre zwar gut und auch erwünschenswert, doch in meiner Rolle als Freiwilliger ist dieses Ziel zu hoch gesteckt. Vielmehr muss ich nun meine Erfahrungen reflektieren, sie mit nach Deutschland nehmen und versuchen, sie auf mein Leben und das meiner Freunde und Verwandten anzuwenden. Durch viele Gespräche mit meinem Mitbewohner Laszlo über dieses Thema habe ich nun auch verstanden, die Frustration auf der Arbeit nicht zu dicht an mich heranzulassen. Ich muss versuchen, das Positive in den Vordergrund zu stellen. Ich habe nämlich, was ich mir in letzter Zeit viel zu wenig klar gemacht habe, doch einiges gelernt bei AIDER. Dies fängt bei der Forstwirtschaft an, geht über NGO-Arbeit im Allgemeinen und reicht bis zu den neuen Erkenntnissen, die ich in den Shipibo Gemeinden erlangen konnte.

Wie eben bereits erwähnt habe ich auch durch viele Gespräche mit Laszlo diesen Selbstreflexionsprozess durchlaufen. Ich habe in letzter Zeit sehr viel mit ihm unternommen. Wir gingen abends zusammen feiern, saßen oft bei uns im Garten und erkundeten die zwar bescheidene, aber tatsächlich vorhandene Kulturwelt von Pucallpa. Es tut sehr gut, einen Kumpel hier zu haben, der mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat (Arbeit), mit dem man aber zusammen über diese Probleme reden, über sie hinwegsehen und das Positive sehen kann. Es geht mir also momentan recht gut hier in Pucallpa. Da stört es mich auch nicht mehr so stark, dass ich wohl den Rest meiner Zeit in Peru hier in der Stadt bleiben werden und keine privaten Reisen mehr unternehme. Dadurch habe ich auch die Möglichkeit, die nähere Umgebung von Pucallpa genauer zu erkunden. Mit meinem Kumpel Alex machte ich vor einiger Zeit einen Wochenendausflug in „den Wald“. Wir liehen uns ein Holzboot mit zwei Paddeln und erkundeten den zu der Zeit noch hoch überschwemmten Wald in der Nähe der Lagune Yarinacocha. Mit Glück fanden wir einen kleinen Flecken Erde, auf dem wir unser Zelt aufschlagen konnten, und verbrachten eine unvergessliche Nacht – zwar nicht in primärem Urwald – doch mit einem Lagerfeuer, gutem Essen, den Geräuschen der Selva und absolut abseits von anderen Menschen. Ein wirklich super Abenteuer.

Das hat mir so gut gefallen, dass ich ein ähnliches Camp auch mit Christian und seinem Kumpel Philip unternahm. Christian, mit dem ich zusammen zur Schule ging, bereits vor eineinhalb Jahren mit dem Rucksack durch Südamerika gereist bin und in Zukunft auch zusammen in Aachen studieren möchte, besuchte mich mit einem Kumpel für etwa eine Woche hier in Pucallpa. Beide sind momentan als Freiwillige in Kolumbien beschäftigt und somit meine Kollegen. Wir verbrachten eine nette Zeit hier in Pucallpa und ich denke, dass ich ihnen ein gutes und einigermaßen vollständiges Bild von meiner Stadt verschaffen konnte.

Nun möchte ich noch ein paar Worte zu meiner Arbeit verlieren. In letzter Zeit haben mich die Unterbeschäftigung und Perspektivlosigkeit nicht mehr so sehr gestört, da ich, wie oben beschrieben, versucht habe, mir private Alternativen zu suchen und das Positive in den Vordergrund zu stellen. Dazu muss ich aber auch sagen, dass sich Manuel bemüht hat, mir eine regelmäßige Beschäftigung zu geben. So habe ich in den letzten Tagen oft auf der Baustelle des Centre de Acopio gearbeitet. Das war zwar sehr anstrengend, doch man hat, was mir so gut gefällt, einen Unterschied zwischen Vorher und Nachher sehen können. Außerdem ermöglichen die sinkenden Wasserstände des Ucayali nun immer mehr Reisen in die Gemeinden. Deswegen denke ich, dass ich in den letzten drei Monaten noch einige Male die Möglichkeit haben werde, an solch einer Reise teilzunehmen. Da mir diese Reisen bis jetzt immer sehr gut gefallen haben, blicke ich also ohne Sorgen auf die letzten Arbeitswochen bei AIDER.

Vom Camping Fieber gepackt, fuhr ich schließlich letztes Wochenende mir Alex nach San Alejandro wo wir einen Tag lang einen wie er sagt „Explorer“ durchgeführt haben. Das heißt, dass wir das Gebiet um und die Begehbarkeit des Rio San Alejandro erkundet haben, um dort bald eine mehrtägige Wanderung durchzuführen. Eine super Aktion. Ich freue mich auf das Camping! Dieser unvergessliche Tag wurde von einem Schauspiel am Himmel, das ich mit meine Kamera einfangen konnte, abgeschlossen.

unser "Explorer" - hier werden wir bald campen




Aprilwetter???