Ist das das Paradies oder doch nur Peru?

Hallo liebe Leser. Vielen Dank für euer Interesse an, und eure Kommentare zu meinem Blog! Ich grüße euch aus Pucallpa!

Sonntag, 6. Juni 2010

Noch zwei Monate

Am 8. August 2010 gehe ich für ein Jahr weltwärts nach Peru. Weltwärts ist ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziertes Programm, das junge Menschen für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in ein Entwicklungs-, beziehungsweise Schwellenland schickt.
Nach einem Auswahlseminar Anfang Dezember 2009, einem ärztlichen Eignungstest und vielen E-Mails habe ich seit einiger Zeit einen weltwärts-Platz beim DED. Ich werde ein Jahr im peruanischen Regenwald in Pucallpa verbringen. Pucallpa soll eine ganz außergewöhnliche Stadt sein. Sie liegt mitten im tropischen Regenwald, etwa 8 Bus-Stunden von der nächst größeren Stadt (Tingo Maria) entfernt und ist nur über eine einzige Straße, auf dem Fluss- oder Luftweg zu erreichen. Pucallpa ist in den letzten Jahren stark gewachsen und zählt mittlerweile etwa 400.000 Einwohner. Grund dafür sind Erdöl- und Goldfunde in der Umgebung, aber natürlich auch die Holzwirtschaft. Man kann sich bereits denken, dass Pucallpa eine Stadt mit teilweise gravierenden ökologischen Problemen ist.


Mein Projekt bei der Partnerorganisation "Aider" ist mit dem Namen "Umweltbildung in den tropischen Regenwäldern Ucayalis" betitelt. Nach der Projektbeschreibung geht es hauptsächlich um (wiederauf)forstliche Aktivitäten und eine Ökozertifizierung von Tropenhölzern in Zusammenarbeit mit den indigenen Bevölkerungsgruppen in der näheren Umgebung Pucallpa´s. Die Projektbeschreibung beinhaltet danaben auch recht abenteuerliche Umschreibungen wie: "Der Freiwillige sollte körperliche Robustheit und Fitness mitbringen" oder "Der Freiwillige sollte einfache Unterbringungsformen im Busch ertragen können".
Ich bin sehr gespannt auf meine Arbeit bei "Aider". Ich weiß allerdings noch nicht, was mich dann wirklich in Pucallpa erwartet. Eine Projektbeschreibung ist eine Sache. Wie es dann tatsächlich alles abläuft eine andere.

Zunächst habe ich aber vom 9. bis zum 17. Juli ein Vorbereitungsseminar in Lützensömmern. Ich denke, dass ich dort noch spezifischere Informationen zu meinem Aufenthalt in Peru erhalten werde. Bis dahin ist noch viel zu organisieren. Ich muss mir noch Regenwald taugliche Klamotten besorgen und, sobald ich mein Abi dann endlich hinter mir hab, ein wenig über die Hölzer des Regenwaldes lesen.

Glücklicherweise habe ich durch zwei Reisen in dieses fantastische Land bereits einiges über das Leben dort kennengelernt. Ich kann mir ungefär vorstellen, was für Lebensumstände mich im peruanischen Regenwald erwarten und in Lima, wo ich die ersten Tage meines Auslandsjahres verbringen werde, habe ich einige Freunde und kenne den ein oder anderen netten Ort.

Ich versuche, diesen Blog über das ganze Jahr in Peru so regelmäßig wie möglich zu aktualisieren, um euch an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen. Ich freue mich natürlich auch über Nachrichten und Anmerkungen von euch!